USA


 

 

Silver Cliff Cemetery/Colorado

 

Im Jahre 1880 wurde in der Gegend von Wet Mountain Valley in Colorado einer Silberader entdeckt. Innerhalb von wenigen Monaten war eine Stadt mit mehr als 5000 Einwohnern aus dem Boden geschossen.

 

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Die Stadt Silver Cliff im Jahr 1882

 

Schürfer, Arbeiter, Abenteurer kamen in Scharen, in der Hoffnung, hier ihr Glück zu machen.
Die Stadt erhielt den hoffnungsvollen Namen Silver Cliff. Doch die Silberader war bald erschöpft und die enttäuschten Männer zogen ab zu anderen, nach Erfolg versprechenden Schürfplätzen. Innerhalb einer Generation schrumpfte die Einwohnerzahl von 5000 auf gerade mal 100, das waren weniger als es Tote auf dem hügeligen Friedhof hinter der Stadt gab.

 

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Berichte von merkwürdigen Vorkommnissen auf dem Friedhof gehen bis in die Zeit zurück, als hier die ersten Toten begraben wurden. Schon im Jahr der Gründung der Stadt berichteten Schürfer, sie hätten über jedem Grab blasse blaue Lichter schweben sehen. Doch schenkte man ihrem Bericht keine Beachtung, erstatteten sie ihn doch, nachdem sie gerade aus einem der unzähligen Saloons von Silver Cliff gekommen waren.

 

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Bald aber berichteten auch andere (nüchterne) Bürger, dass sie das unheimliche Glühen gesehen hätten. Viele Jahre lang war es nichts weiter als eine lokale Legende, dann aber erschien 1956 in der Ortszeitung "Wet Mountain Tribune" ein Artikel über das Phänomen. Die Geschichte machte die Runde und 1967 erschien sie sogar in der "New York Times".

Nun zog es Ströme von Touristen in die Gegend, und viele bestätigten, die Lichter gesehen zu haben. Die verottete kleine Stadt begann wieder aufzublühen. 1969 verfasste Edward J. Linechan einen Artikel für den "National Geographic", in dem er seine eigenen Erlebnisse beschrieb.

 

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Noch am Abend seiner Ankunft fuhr ihn der ortsansässige Bill Kleine zum Friedhof. Sobald die Scheinwerfer ausgeschaltet und die beiden Männer aus dem Wagen gestiegen waren, rief Kleine:
"Da! Sehen Sie? Und da auch!"

Linechan sah "schwache, blauweisse Lichtpunkte"; als er auf einen von ihnen zuging, verschwand er, tauchte aber langsam wieder auf. Er richtete den Strahl seiner Taschenlampe darauf, doch es zeigte sich nur ein alter Grabstein. Eine Viertelstunde lang verfolgten die beiden Männer das flüchtige Glimmen über dem Friedhof, konnten aber keine Erklärung dafür finden.

Kleine sagte, viele Leute hielten das Phänomen für Reflektionen der Stadt Silver Cliff und dem nahe gelegenen Westcliff, doch Linechan hält dagegen, dass die Lichter der beiden kleinen Städte viel zu weit entfernt sind, um diesen Effekt auszulösen.

Und Kleine versicherte auch glaubhaft, er und seine Frau hätten das Glimmen gesehen, obwohl "der Nebel so dicht war, dass man die Städte gar nicht sehen konnte".

Bis auf den heutigen Tag erscheinen die schimmernden
Lichter den Besuchern des Friedhofs.

 

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